Ein Kind geboren zu haben

Ein Kind geboren zu haben, heißt unendliche Liebe schon vor der Geburt. Ich selbst fühlte schon mit dem positiven Schwangerschaftstest eine unbeschreiblich, bedingungslose Liebe zu meinem Baby.

Es verändert das ganzen Leben zum Positiven. Was nicht heißt, dass alles immer leicht ist, viel mehr meine ich damit das Gefühl von Liebe und Geborgenheit bekommt nochmal einen ganz neuen Ausdruck.

Ein neues Leben geschaffen zu haben, bedeutet auch Verantwortung. Schon vor der Geburt bekam ich ein ganz neues Bewusstsein für Verantwortung, ein Baby ist in mir heran gewachsen. Was auch hieß, ich wollte schon von Anfang an Alles richtig machen. Meinem Baby schon vor der Geburt so viel Liebe wie nur möglich zu geben.

Es ist ein so unbeschreiblich wunderschönes Gefühl, die ersten Bewegungen zu spüren. Die erste Kommunikation mit meinem Baby. Schon von Anfang an redete ich täglich mehrfach mit meinem Baby im Bauch. Ich erzählte ihm, was ihn alles Schönes hier erwartet, wie sehr wir uns alle auf unser Baby freuten.

Am Ende der Schwangerschaft hatte ich schon alles für unser kleines Wunder fertig vorbereitet gehabt. Das Zimmer, die Wäsche und auch die ersten Outfit’s für unser kleines Mäuschen waren frisch gewaschen und vorbereitet.

Als der Tag kam an dem wir unser Baby endlich in den Armen halten durften, hätte ich am liebsten die Zeit angehalten. Es war das wohl wunderschönste Geschenk das ich jemals im Arm halten durfte.

Seit diesem Moment versuche ich jeden Augenblick mit unserem Kind zu genießen. Ich bin unendlich dankbar dafür.

Dafür, dass ich Mutter sein darf.

Auch wenn wieder eine Phase noch so anstrengend (schlaflose Nächte usw.) scheint, denke ich an diese Worte und diesen Beitrag.

Dankbarkeit ein Kind geboren zu haben.

Ich selbst musste die Erfahrung machen, dass genau das nicht selbstverständlich ist. Denn sich ein Kind zu wünschen und über eine längere Zeit ungewollt kinderlos zu bleiben, in Kinderwunsch- Behandlung zu sein -mit dieser unfassbaren Ungewissheit zu leben- und später noch Kinder zu verlieren, all diese Geschehnisse und den damit verbundenen Emotionen, hat mir eines gelehrt:

Ein Kind geboren zu haben und es bei sich haben zu dürfen ist keine Selbstverständlichkeit.

Stay positive.

Eure Cathy

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Momentaufnahme #1 – Jahresanfang 2019

Ein kurzer Rückblick auf das letzte Jahr reicht mir im Moment völlig aus. Ich möchte die Geschehnisse nicht allzu vertiefen. Und sehr viel lieber hoffnungsvoll in das neue Jahr starten.

Es war ein sehr emotionales Jahr, wir mussten gleich mehrfach mit Verlusten umgehen und doch war es auch ein so wunderschönes Jahr. Das erste Jahr mit Kleinkind, es war voller neuer Abenteuer und neu erlernten Fähigkeiten. Auch war es mit so viel Hoffnung und Vorfreude verbunden, die dann doch wieder in Trauer endete. Zum Ende vom Jahr hin noch mit Ungewissheit. Und nun ins neue Jahr wieder mit Hoffnung und Stärke.

Die ersten Tage im neuen Jahr, zwar immer noch mit einiger Ungewissheit in Bezug auf meine Gesundheit, dennoch mit Hoffnung und Zuversicht. Egal was kommen mag, was uns auch erwartet im neuen Jahr, ich möchte achtsamer im Umgang mit mir selbst sein. Um gestärkt für meine Familie und mich selbst sein.

Auf meiner Instagram- Seite berichtete ich, zum Ende vom Jahr, von meiner plötzlich unerwarteten Kraft weiter zu machen (egal was auch kommen mag) und meiner Ungewissheit in Bezug auf meine Gesundheit. Ich wollte nicht ganz so ins Detail gehen, da ich noch eine weitere Diagnostik- Odyssee vor mir habe. Doch heute habe ich dennoch das starke Bedürfnis es aufschreiben zu müssen. Denn es gehört zu mir und meinem Leben. Das öffentlich Aufgeschriebene hier auf meinem Blog ist zwar schon sehr gefiltert. Dennoch möchte ich mich nicht ganz verschließen und meine Erfahrungen mit Euch teilen. Es gibt mir so viel, mit anderen Menschen in Kontakt zu stehen, denen es ähnlich geht oder ergangen ist.

Kurz gesagt: ich warte noch auf Untersuchungs- Ergebnisse und werde gründlich durchgecheckt.

Es geht mir gesundheitlich im Großen und Ganzen gut und ich bin zufrieden. Wenn da nicht die Ungewissheit wäre. Die Ungewissheit an einer Erkrankung.

Diese Wartezeit ist die Hölle.

Um was für eine Erkrankung es sich handeln könnte, möchte ich hier auch erst einmal nicht aufschreiben. Da es noch wirklich sehr, sehr ungewiss ist. Und erst noch weitere diagnostische Maßnahmen erforderlich sind um „schlimmeres“ auszuschließen.

Ich möchte auch vorerst keine möglichen Symptome aufschreiben, es wäre viel zu allgemein gehalten.

Es geht mir in erster Linie um die Ungewissheit, das Warten auf Ergebnisse. Eine sehr belastende Zeit für alle Familienmitglieder. Ich bin eigentlich auch nicht der Mensch, der „jammert“. Ich bin eher der Mensch, der sich im Stillen den Kopf zerbricht und wenn es ganz blöd läuft auch noch googelt (ich weiß, gar nicht gut -und egal was für Symptome gegoogelt werden, es kommt irgendwie immer am Ende „Krebs“ heraus- also am besten gleich sein lassen).

Warum ich das hier aufschreibe? Weil ich genau weiß, da draußen gibt es so viele, denen es ähnlich geht.

Und in die Zukunft schauen können und sollten wir sowieso nicht ganz so detailliert, denn es kommt bekanntlich ganz anders als erwartet. Also versuche ich doch lieber im Hier und Jetzt mit meinen Gedanken zu bleiben und den Moment zu genießen. Als mir über die Angst vor der Zukunft den Kopf zu zerbrechen. Es ist nicht immer leicht und es fließen immer mal wieder Tränchen. Doch ich bin auf dem Weg, auf meinem ganz persönlichen Weg. Den ich hoffnungsvoll und zuversichtlich gehen möchte.

Und so beginnt mein neues Jahr. Egal was kommen mag, wir schaffen das!

Stay positive.

Eure Cathy

Tabuthema: Wenn aus Trauer Depression wird

Zwei Tabuthemen in einem Beitrag. Ja, ich habe -nach langer Überlegung- beschlossen über zwei Tabuthemen unserer Gesellschaft zu schreiben.

Vorweg möchte ich festhalten: Ich bin keine Fachfrau/Psychologin o.ä. Wenn sich jemand (meiner Leser/Innen) in irgendeinem Absatz wieder erkennt, dann sollte der nächste Weg professionelle Hilfe sein. Ich war lange Zeit als Krankenschwester tätig u.a. auch in psychiatrischen Kliniken. Alle meine Beiträge stammen aus Erfahrungen/ Wenn ich weitere Informationen verwende: sind diese IMMER verlinkt.

Aufgrund dessen ist dieser Beitrag sehr allgemein gehalten und nicht über einen/ meinen bestimmten Verlust (Sternenkinder).

Ich habe wirklich sehr lange über diesen Beitrag nachgedacht. Und dann bemerkte ich, wie bedrückend es doch ist, dass gerade die Trauer doch fast jeden von uns etwas angeht. Jeder von uns ist irgendwie, irgendwann im Leben mit dem Thema Trauer konfrontiert. Jeder geht damit anders um und nicht jeder wird depressiv.

Denn Trauer ist keinesfalls pathologisch oder als Krankheit anzusehen. Und es ist sehr wichtig zu differenzieren.

Die Trauer selbst ist ein ganz natürlicher Vorgang Die Phasen der Trauer

Und bedarf nicht immer psychologischer Hilfe.

Der Verlust eines geliebten Menschen ist für jeden von uns sehr schmerzhaft.

Es ist wichtig zu unterscheiden ob man noch trauert (natürlicher Prozess) oder während der Trauer in eine Depression rutscht (pathologischer Prozess).

Wie lange ein Mensch trauert hängt von so vielen Faktoren ab, wie z.B. ob es ein plötzlicher Verlust war? Konnte man sich noch Verabschieden? Wie ging es einem vor dem Verlust? War man zuvor schon psychisch angeschlagen? Oder ging es dem Trauernden zuvor gut?

Ich möchte gar nicht allzu tief in diese Prozesse eingehen. Denn es gibt so viel gute Literatur und Erklärungen, die ich in ausführlicher Form nicht in diesem Beitrag festhalten kann. Da es hierfür speziell professionelle Hilfe und Informationen dazu gibt. (Link folgt)

Dennoch möchte ich in diesem Beitrag auch festhalten, dass man als Außenstehende/r Freund/In, Bekannte/r, Kollege/In usw. nicht weg sehen sollte. Füreinander da sein, wenn es „nur“ Zuhören ist oder einfach nur DA sein.

Es ist so essentiell, dass ein Trauernder nicht alleine ist mit dem schmerzhaften Verlust, mit all den Emotionen, die da sind.

Denn ist man erst in eine Depression gerutscht, ist es nur schwer wieder aus eigener Kraft auf die Füße zu kommen.

Man sinkt -unbemerkt- jeden Tag ein bisschen weiter abwärts. Kann schließlich nicht mehr aus dem Bett, kommt aus dem Weinen nicht mehr heraus oder kann schon gar nicht mehr weinen, da die Emotionen schon kaum mehr spürbar sind. Ja, sogar das Duschen fällt einem schwer. Das Haus zu verlassen, daran ist gar nicht zu denken. Man fühlt sich schlapp, niedergeschlagen und hat für keinerlei Dinge im Leben mehr Motivation.

Wenn dieser oder ein ähnlicher Zustand für sehr lange Zeit (Monate) anhält, könnte man von einer Depression sprechen. Doch um diese Diagnose zu bestätigen bedarf es einen (oder auch mehrfache) Besuch(e) bei professionellen Fachmedizinern. Auch die erste Anlaufstelle kann der Hausarzt sein.

Doch soweit muss erst gar nicht kommen, denn bemerkt man schon selbst (nach mehreren Wochen), man kommt aus eigener Kraft aus diesem tiefen schwarzen Loch, dieser tiefen Trauer nicht mehr heraus und der Alltag ist kaum mehr durchführbar, selbst die kleinste Erledigung wird zum Kraftakt, dann sollten laut die Alarmglocken läuten -auch bei Angehörigen/Freunden.

  • Ein Termin beim Hausarzt/ o.ä.
  • Eine eng vertraute Bezugsperson kontaktieren
  • Zu Hilfestellungen (auch wenn es noch so schwer ist) JA sagen
  • Telefon- Seelsorge: 0800/1110111 · 0800/111 0 222 (kostenfrei)

Trauer und Sorgen muss man teilen.

Die Trauer bzw. der Verlust dieses geliebten Menschen wird immer da sein. Doch der Umgang mit der Trauer verändert sich. Rituale werden essentiell (werden häufig eingesetzt), der Gang zum Friedhof, eine Kerze Zuhause und/oder ein Schmuckstück das man immer bei sich trägt.

Bei mir selbst ist es eine Halskette, die ich immer am Körper trage. Seit ich die Anhänger (Erinnerungsstücke) habe, habe ich diese Halskette kein einziges Mal abgelegt und habe es auch nicht vor. Denn Erinnerungen sind manchmal das einzigste was bleibt.

Was mir in der heutigen Gesellschaft aufgefallen ist und auch hin und wieder (viel zu selten) publik gemacht wird, ist der Umgang und die Aufklärung über die Erkrankung der Depression. Publik wird beispielsweise, dass immer mehr Menschen daran erkranken. Meist aufgrund der heutzutage sehr hohen Anforderung in Beruf/ Bildung. Die Unzufriedenheit steigt bei so vielen Menschen auf ein Maximum, „jeder“ möchte immer besser, höher und schneller sein. Und das zerrt an den Kräften. Kommt dann noch etwas aus der Reihe vor, zerbricht man an diesem. Im wahrsten Sinne des Wortes. Es scheint, als ob das Leben zerbricht und eine Lösung unerreichbar.

Viel zu oft bekommt man als Betroffene/r zu hören, man solle sich doch mal zusammenreißen, sich nicht so anstellen, es gibt Schlimmeres…usw.

Stigma. Es ist ein langwieriger Prozess diese oder ähnliche Erkrankungen zu entstigmatisieren. Doch das ist ein anderes Thema (von dem o.ä. ich noch sicherlich einen Beitrag verfassen werde).

Dieser Beitrag ist sozusagen mein erster Schritt das Tabuthema zu brechen.

Um für etwas mehr Sensibilität, für solch ein wichtiges und dennoch „Tabuthema“ zu schaffen.

In welcher Lage auch immer, nie die Hoffnung verlieren (nicht immer leicht, ich weiß), denn sie leuchtet uns den Weg.

Stay positive.

Eure Cathy

Lebensveränderung

Ich sehe das Leben wie ein großes Buch mit vielen verschiedenen Kapiteln. Es ist gefüllt mit Erfahrungen, Denkweisen und immer wieder neuen Erkenntnissen.

Ich habe schon seit einiger Zeit das große Bedürfnis nach Veränderung und damit meine ich jetzt nicht in einen anderen Ort umzuziehen oder gar einen neuen Haarschnitt auszuprobieren. Vielmehr geht es um einige Denkweisen, die ich noch aus der Vergangenheit mit mir herum schleppe.

Ich möchte genau für einige aufkommenden Emotionen einen anderen Weg finden um mit diesen umzugehen. Ich sehne mich nach mehr Gelassenheit.

Schon seit einer Weile beschäftige ich mich mit dem Themen Emotionen und Trauer. Aber auch mit den Themen Selbstfürsorge und Dankbarkeit.

Ich befinde mich mitten in einer Art Selbstfindungs- Phase, wenn man das so nennen darf. Ich versuche mehr auf mich und meine Bedürfnisse zu achten. Wenn auch ein langer Prozess und des Öfteren auch Rückschritte dabei sind, ich bleibe dran. Bis ich auch mit diesem Kapitel meines Lebens zufrieden bin. Denn nur wer auf sich selbst acht gibt, kann auf einer deutlich adäquateren Weise auf sein Umfeld acht geben. Und genau das ist mein Ziel. Meine Motivation ist mein Umfeld, meine Familie, Freunde und nicht zuletzt ich selbst.

Und genau hier beginnt eine meiner Reisen, meine Reise in die Veränderung. Wenn ihr Lust habt mich dabei zu begleiten, dann bleibt doch gerne an meinem Blog dran.

Mein erster Blog- Beitrag neigt sich hier dem Ende zu, ein neues Kapitel in meinem Leben beginnt. Seid gespannt wo es hinführt.

Stay positive.

Eure Cathy